Florian Genske und Julia Krstic (Quelle: rbb/F. Ritter)

Berliner Anwohner wehren sich gegen Nachverdichtung

Durch Nachverdichtungen soll in Berlin dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden. In 30 Siedlungen wollen kommunale Gesellschaften bauen. Doch vielerorts regt sich Widerstand gegen die Pläne. Von Franziska Ritter

Eine verschlafene Wohnsiedlung nahe dem Plänterwald in Berlin-Treptow: Zwischen vierstöckigen Wohnblöcken öffnet sich ein grüner Innenhof. Auf dem Spielplatz toben Kinder, in den Bäumen zwitschern Vögel, auf den Bänken sitzen Anwohner. Sonst ist in der Gegend nicht viel los, sagt Julia Krstic, die hier wohnt. "Wir haben keine Treffpunkte für Jugendliche, für Kinder schon gar nicht, und auch nicht für alte Menschen", sagt sie. "Wir haben nur diesen Innenhof und der soll uns genommen werden."

Klares Nein gegen Bebauung der Innenhöfe

Die Bürgerinitiative Plänterwald hat am vergangenen Montag noch einmal klar gestellt, dass Pläne zu einer Verdichtung ablehnt. Sie hat nicht an der angekündigten Informationsveranstaltung von Stadt und Land teilgenommen, sondern sich mit Protestschildern vor dem Veranstaltungszelt postiert. „Es war eine reine Infoveranstaltung, keine Beteiligung der Anwohner. Außerdem wurde die Veranstaltung sehr kurzfristig angekündigt, bereits in den Ferien und die Anmeldung ging nur online – was viele der älteren Mieter nicht können“, bemängelt Julia Krstic.

Bürger gegen Nachverdichtung

Im Plänterwald formiert sich Widerstand. Vor zwei Wochen fanden die Bewohner im Bereich Orionstraße, Am Plänterwald und Neue Krugallee plötzlich Zettel der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land in ihren Briefkästen, mit denen sie über eine Nachverdichtung informiert wurden. Und die hat es in sich.

Den Originalbeitrag des Tagesspiegels finden Sie hier.

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