Das ist nicht mehr nur Enttäuschung, das ist eine Kampfansage gegen die eigenen Mieter*innen und Bürger*innen

In der zweiten Woche dieses Jahres überschlagen sich die Ereignisse in Plänterwald und niemand weiß so recht wie es weitergehen soll. Nur eines scheint gesetzt zu sein, es wird gebaut – um jeden Preis! Mit dem Erhalt der Baugenehmigung durch das Bezirksamt (BA) ist die Stadt und Land (SuL), welche als landeseigene Wohnungsbaugesellschaft neben den Zahlen in der Bilanz, auch den Bürger*innen dieser Stadt verpflichtet ist, vom gemeinsam im vergangenen Jahr verfassten Letter of Intent (LoI) umgehend zurückgetreten.

Um jeden Preis gebaut? Nein – es wird zum niedrigsten Preis gebaut!

Die SuL begründet Ihren Schritt mit einer „Neubewertung der Lage“ und die für das Unternehmen nicht mehr tragbaren Kosten durch einen weiteren Aufschub des Baubeginns. Für die SuL zählt nur die Umsetzung des Projekts wie es bereits geplant ist. Auf dem Rücken der Anwohnenden und der zukünftigen Generationen wird hier nicht nur ein sozialer Begegnungspunkt zerstört. Vielmehr wird durch die Zerstörung eines funktionierenden Stückes Stadtnatur, die potenzielle Lebensgrundlage für zukünftige Generationen genommen. Der Preis für das Bauen wird begrenzt, doch der Preis für die Anwohnenden wird ein hoher sein!

Entwicklung kann nur gemeinsam gelingen!

Auch wenn die Arbeiten in den Innenhöfen unseres Quartiers beginnen bleiben wir aktiv. Ein so hart erarbeiteter Kompromiss darf und kann nicht einfach als Randnotiz gestrichen werden.

Wir fordern die Politik zum Handeln auf. Kommen Sie Ihrer Verpflichtung nach und setzen Sie sich für die Interessen Ihrer Wähler*innen auch nach einer Wahl ein. Stoppen Sie dieses Bauvorhaben in seiner jetzigen Form!

Wir fordern die Stadt und Land erneut dazu auf, Ihren gefassten Entschluss unter Einbeziehung aller Fakten zu bewerten und nicht gegen ihre eigenen Mieter*innen zu agieren. Ein Wandel wird immer zu Beginn mehr Kosten als Erträge produzieren. Mit einer Nachhaltigen Planung kann langfristig mehr erreicht werden.

Wir fordern alle Menschen dazu auf aktiv zu werden und sich für das Quartier und den gesamten Stadtteil einzusetzen. Denn auch wir bleiben aktiv und werden Baum für Baum, welcher in unserem Quartier gefällt werden soll so lang wie möglich schützen.

Die Empörung ist groß, das Vertrauen zutiefst erschüttert, eines bleibt – Die Bereitschaft mit allen Beteiligten gemeinsam an den Tisch zurückzukehren und gemeinsam besprochene Lösungen weiter und auch neu zu denken.

Für eine Zukunft in der es sich für alle gut und gerne leben lässt!

BI Plänterwald am 07.02.22


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