Klares Nein gegen Bebauung der Innenhöfe

Die Bürgerinitiative Plänterwald hat am vergangenen Montag noch einmal klar gestellt, dass Pläne zu einer Verdichtung ablehnt. Sie hat nicht an der angekündigten Informationsveranstaltung von Stadt und Land teilgenommen, sondern sich mit Protestschildern vor dem Veranstaltungszelt postiert. „Es war eine reine Infoveranstaltung, keine Beteiligung der Anwohner. Außerdem wurde die Veranstaltung sehr kurzfristig angekündigt, bereits in den Ferien und die Anmeldung ging nur online – was viele der älteren Mieter nicht können“, bemängelt Julia Krstic.

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Die BI kritisiert, dass viele alte Bäume gefällt werden müssen und die Innenhöfe dicht bebaut werden sollen, so dass manche Wohnungen total verdunkelt werden. „Uns ist klar, dass gebaut werden muss. Aber wir fordern Mitspracherecht”, sagt sie. Die BI schlägt stattdessen eine benachbarte Brache vor, die der Stadt gehört. Während die Wohnungsgesellschaft Stadt und Land zusagte, das zu prüfen („wahrscheinlich nur, um uns mundtot zu machen“, so Julia Krstic), waren am Freitag bereits Mitarbeiter eines Ingenieurbüros dort und haben die Innenhöfe der Siedlung vermessen.

Der Fall erinnert an ähnliche Pläne in Pankow. Dort wollte die landeseigene Gesobau ebenfalls Innenhöfe verdichten – was zu Protesten bei Anwohnern führte. Der Streit ging schließlich soweit, dass die BVV einen Baustopp aus Klimaschutzgründen verlangte (unter diesem Link hier nachzulesen.)

Die Bürgerinitiative plant weitere Proteste. So soll am 12. August um 15.30 Uhr eine Demo vor dem Rathaus Treptow stattfinden. „Außerdem wollen wir mit einem Einwohner*innenantrag, für weitere Veränderungen sorgen. Denn dieser Antrag gibt uns die Möglichkeit die BVV zum Handeln aufzufordern und sie zur Wahrnehmung ihrer Kontrollfunktion gegenüber dem Bezirksamt zu verpflichten“, so Julia Krstic. Wir halten Sie auf dem Laufenden.


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